PRESSESPIEGEL
- Endlosschleife/Der Berliner Mauerweg - Mein Name ist Bach - Luftbusiness
Endlosschleife und Narben (www.berlin-magazin) von Frank Tetzel (September 2009)
Es erscheint dieser Tage viel Literatur über die Berliner Mauer. Das haben Gedenktage und somit die Verlagsprogramme so an sich. Dabei fällt es hin und wieder schwer den Überblick zu behalten und durch den Wust an Büchern hindurchzukommen. Dennoch ist mir eines der Bücher, das jüngst erschienen ist, durchaus positiv aufgefallen. Weil es aus der üblichen Gedenkliteratur herausfällt. Es nennt sich "Endlosschleife" und ist ein Fotoband über den Berliner Mauerweg. In den Wintermonaten 2006 und 2007 folgte die in Berlin lebende Schweizer Filmemacherin Dominique de Rivaz dem ehemaligen Ring der Berliner Mauer und fotografierte Orte seines ursprünglichen Verlaufs, sowohl in der Stadt als auch im benachbarten Brandenburg. Was beim Betrachten des Buches auffällt: Während die Narben des einstmaligen Mauerverlaufes in der Mitte der Stadt fast verheilt zu sein scheinen und mehr oder weniger nur noch zu erahnen sind, sieht das in den äußeren Bezirken anders auch. Ich weiß nicht, ob ich die Fotografien der Schweizerin poetisch nennen soll. Sie sind es allemal, wenn es um die kühlen Winterlandschaften der Außenbezirke geht. Sacrow beispielsweise oder wenn die Fotografin an anderen Stellen mit dem Licht und Schatten der späten Wintersonne spielt. Andererseits sind die Aufnahmen schonunglos. Rivaz fängt mit der Linse auch die Narben eint, die die Mauer in der Landschaft - und bekanntermaßen auch - nach wie vor auch in den Köpfen der Menschen hinterlassen hat. Mit "Endlosschleife" ist ein Buch gelungen, das man nicht nur einmal in die Hand nimmt, sondern mehrfach. Poetisch, schonungslos, offen. Und damit bezieht Rivaz Position. Sie zeigt Fragmente, die zu einem großen Ganzen werden. "Die Endlosschleife" ist ein in Bildern festgehaltener Fussmarsch entlang des 155 Kilometer langen, ehemaligen Mauerrings - eine Einladung sich sehenden Auges auf Spurensuche zu begeben und sich von der besonderen Atmosphäre dieser Orte anregen zu lassen. Sehenswert +++

Mit Mein Name ist Bach hat Dominique de Rivaz den Kostümfilm vom Plusquamperfekt in die Möglichkeitsform überführt. Bach und Friedrich bleiben Kunstfiguren, die jede Sekunde um die eigene Wahrhaftigkeit ringen. Fast wortlos gehen sie auseinander und lassen hinter sich wieder jene Leerstelle der Geschichte, die zu füllen der Film angetreten ist. Man hat nicht die geringste Lust, daran zu zweifeln, dass ihre Begegnung genau so und kein Quäntchen anders stattgefunden hat. Eine kleine cineastische Revolution. Katja Nikodemus, Die Zeit __________________ Mein Name ist Bach variiert kontrapunktisch und mit feiner Ironie ein historisches Thema: die Begegnung zwei deutscher Giganten Anno 1747 zu Potsdam, wo der 62-jährige, langsam erblindende Thomaskantor Johann Sebastian Bach (Vadim Glowna) und ein 33-jähriger widersprüchlicher Friedrich der Grosse (Jürgen Vogel) einander eine Woche lang kräftig in die baroken Haare gerieten, bevor sie sich schätzen lernten. Der Spiegel __________________ Ein musikalischer Krimi. Sonntagszeitung __________________ Ein schöner, sehr berührender, ausgezeichnet recherchierter Film. Neue Zürcher Zeitung __________________ Ein anregendes kulturgeschichtliches Filmvergnügen. St. Galler Tagblatt __________________ Diesen virtuosen Kampf zweier Primadonnen hat die Schweizer Regisseurin Dominique de Rivaz in ihrem Erstlingsfilm markant und stilsicher aufgearbeitet. Der Schweizer Filmpreis 2004 ist für die technisch brillante Arbeit durchaus verdient. Der Blick __________________ Mein Name ist Bach ist ganz großes Kino. Zu recht ist der erste Langspielfilm (!) der Kosmopolitin Dominique de Rivaz mit dem Schweizer Filmpreis ausgezeichnet worden : Ihr Werk besteht vor höchsten Maßstäben. Zürichsee-Zeitung __________________ De Rivaz’ preisgekrönter Film fasziniert schon bei oberflächlicher Betrachtung, verdient aber ein mehrfaches Hinsehen : ein anregendes kulturgeschichtliches Filmvergnügen. St. Galler Tagblatt __________________ …Ganz abgesehen davon, dass die Bezeichnung « Kostümfilm » für Mein Name ist Bach kaum zutrifft. Hier wird gespielt, mit Klängen und Instrumenten, mit Worten und Noten, mit Macht und Genialität und schließlich auch mit Barokkostümen – und dies ist wohl das Reizvollste und auch Riskanteste – mit Verbürgtem und Erdachtem, Gefundenem und Erfundenem. Der Bund __________________ Dieser Film wendet sich nicht an Wissenschaftler, sondern an alle, die sich einem Erzählen, ja manchmal einem Fabulieren öffnen, das hinter die Masken führt. Fred Zaugg __________________ Ein modernes Drama. Ein Kammerspiel. Ein Musikfilm. Eine Vater-Sohn-Beziehung. Mit Vadim Glowna und Jürgen Vogel hat Dominique de Rivaz zwei der besten Vertreter ihrer Generationen deutscher Schauspieler gefunden, was den Film sehr prägt. Berner Zeitung

Schweizer Filmpreis Quartz 2009 - Bester Darsteller Dominique Jann in Luftbusiness von Dominique de Rivaz
Luftbusiness, von Dominique de Rivaz, ist eine wundersame zeitgenössische Parabel, die vom Überleben dreier Randfiguren handelt, die im Internet ihr Blut, ihren Samen und schliesslich ihr eigenes Ich verkaufen. Jean-Louis Kuffer, 24 Heures __________________
Luftbusiness handelt vom Konflikt zwischen Ökonomie und Ethik. Basler Zeitung __________________
Luftbusiness ist ein Kinomärchen, gepaart mit einer gehörigen Portion Kritik an einem gnadenlos entfesselten Kapitalismus. WOZ __________________
Es geht um die Bedeutung der Seele, den Wert des Menschlichen und um die totale Ökonomisierung des Lebens. De Rivaz Luftbusiness, ein liebevoller und bestimmt einer der originellsten Schweizer Filme der letzten Jahre. Markus Mathis __________________
Die Weltwirtschaftskrise war im Kino angekommen noch bevor die Öffentlichkeit Wind davon bekam. Wir sahen den eindrucksvollen Film Luftbusiness in Locarno, wo er vom Publikum mit viel Applausbedacht wurde. Damals, im August, war die Wirtschaftskrise noch nicht zum Tagesgespräch geworden. Mittlerweile, sechs Monate später, steht die Welt am Abgrund und schon der Titel des Films – Luftbusiness – erhält dadurch eine quasi universelle Bedeutung. Und demnach dürfte der Film von Dominique de Rivaz der allererste Film über die aktuelle Wirtschaftskrise geworden sein. Jean-Pierre Thilges, REVUE (Luxemburg) __________________
Manchmal tauchen an Festivals die Überraschungen dort auf, wo man sie am wenigsten vermutet. Versteckt in « Ici et Ailleurs » wurde hier der neue Film Luftbusiness von Dominique de Rivaz gezeigt. Dabei hätte der sowohl im Wettbewerb eine gute Figur gemacht. Luftbusiness ist ein liebevoll und sorgfältig gemachter Film, ein ganz leicht und luftig inszenierter Film zu einem sehr schweren Thema. Er ist voller Musik und Songs (The Tiger Lillies) und randvoll mit einfallsreichen, schönen, transparenten Einstellungen durch Glasscheiben, getragen von tollen Schauspielern (Tòmas Lemarquis, Dominique Jann, Joel Basman). Michael Sennhauser, Radio DRS __________________
Aufs falsche Pferd hat die Auswahlkommission des internationalen Wettbewerbs am Filmfestival in Locarno gesetzt: der beste Schweizer Spielfilm seit Jahren, Luftbusiness von Dominique de Rivaz, wurde nicht berücksichtigt. Leichtfertig und fahrlässig wurde hier eine Chance vertan, sich mit einem herrvorragenden Filmwerk international in Szene zu setzen. Rolf Breiner __________________
Die Welt der Obdachlosen und Verlierer, in der sich die Geschichte abspielt, wird nicht beschönigt, und doch ist klar, dass das wirkliche Elend erst dann einsetzt, wenn die Menschen ihr Innerstes hergeben. Man fragt sich, wo zwischen Pharmaversuchen und Spermaverkauf das Geschäft aufhört und der Selbstverrat anfängt. Luftbusiness gibt darauf keine klare Antwort, ist aber ein eindeutiges Plädoyer für die Menschlichkeit. Surprise __________________
Der Film ist aktueller denn je: In Zeiten von Facebook und Second Life verwischen immer mehr Internetnutzer die Grenzen zwischen echtem Leben und virtueller Realität. Dominique de Rivaz hat einen poetischen, nachdenklichen und doch fröhlichen Spielfilm geschaffen. Freiburger Nachrichten
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